Dienstag, 22. Juli 2014

Da war sie so kurz erst bei uns und war schon wieder weg

Erstmal: Penny ist gestern Nacht wieder aufgetaucht. Ein Glück.

Ich möchte euch einmal die ganze Geschichte erzählen.

Ich war die Nacht lange wach geblieben und mein Mann hatte mich quasi abgelöst, als er aufstand. Wir hatten dort Penny noch gesehen und auch, als ich dann später mit unserem Sohn aufstand, hab ich sie noch gesehen. Das Fenster war bis dahin geschlossen. Ich machte es auf Kipp. Das war mein Fehler. 


Ich spürte schon, irgendwas wird passieren, denn ich hatte den ganzen Tag das dringende Bedürfnis, nach allen Frettchen zu sehen und zu kontrollieren, ob sie noch alle da waren. 

Als mein Sohn mit Mittagsschlaf fertig war und mein Mann dann auch zu Hause war, sagte ich zu meinen Mann, wir sollten nochmal nach sehen, ob alle da sind, ich hab Penny zwar gesehen, aber irgendwie nicht oft. 


Wir stellten das ganze Zimmer bestimmt 3 mal auf den Kopf, nirgends war sie. Wir hatten den Abend vorher die ganzen Kuschelkissen zum Waschen runter gebracht, da kam uns der Gedanke, dass sie vielleicht unbemerkt dazwischen war. Später kam uns noch ein anderer Gedanke, nämlich, dass sie sich vielleicht in ein Kissen "gefressen" hatte, dass ist uns mal mit Holly passiert, haben es aber damals sofort gemerkt. Alles kontrolliert, die Waschküche und den gesamten Keller auf den Kopf gestellt, nichts.


Mein Mann ging in den Garten. Er sagte mir später, als wir sie wieder hatten, er hätte nahe am Fenster beim Rosenbusch ein Rascheln gehört, aber dann gedacht, er bildet es sich ein, es war bestimmt nur der Regen und hat nicht näher nachgeschaut. 


Man wird ja bei sowas dann immer unsicherer, man weiß nicht mehr, ob das stimmt, was man glaubt oder gesehen/gehört hat. Mein Mann war aber die ganze auf den Garten fixiert, wollte immer wieder dort nachsehen, aber eigentlich sagte er wie ich, sie ist nicht draußen, sie ist in der Wohnung/im Haus. Ich wusste, sie war nicht weit weg, und ich wusste, wenn sie draußen ist, ist sie auch nicht abgehauen, sondern ganz in unserer Nähe. 

Ich kontrollierte mögliche Ausbruchsstellen nach Spuren, hab nichts gefunden und war überzeugt, sie ist nicht draußen. 

Wir durchsuchten auch das Treppenhaus und wir stellten natürliche die ganze Bude auf den Kopf. 

Ich kommunizierte über diverse Tier-Foren mit anderen Tierhalter, die uns dann auch immer wieder Tipps gaben, wo wir noch nach sehen könnten. 
Wir schauten erst mal in üblichen Spalten und Ritzen nach, hinter allen Möglichen Schränken und auch darunter.
Taschen und Wäscheberge wurden durchsucht. 
In dem Zimmer an sich gabs nicht viele Möglichkeiten, die hatten wir schnell abgegrast. 
Dann stellten wir unsere Sofas auf den Kopf, sie hätte sich ja ein Loch reinbeißen können und da drin sitzen können. 
Wir machten in der Küche alle Blenden ab, schauten hinter die Küchenzeile. Wir schauten in Bettkästen und wir schauten auf Schränke, egal wie groß/hoch sie waren. 
Wichtig ist, immer ALLES durchsuchen, ÜBERALL nachsehen, auch wenn man meint, da könnte das Tier nicht hinkommen sein.
Ich hab versucht, sie mit einem Quietschetier-Spielzeug zu locken.

Sie ist gechipt, also haben wir bei Tasso e.V. Bescheid gegeben und im Tierheim angerufen, wo wir sie her hatten. 

Draußen haben wir unter unserem Gartentisch ihr bekanntes Kissen, eine bekannte Decke und Essen hingestellt. 

Dann haben wir unseren Alltag erst mal weiter aufgenommen, haben später noch mit Nachbarn gesprochen und Aushänge aufgehangen bzw. bei Facebook und hier in meinen Blog eine Suchanzeige gestartet. 


Wir haben zwischen durch immer wieder nachgesehen, ob sie irgendwo ist. Dann haben wir unserem Sohn ins Bett gebracht. 


Mittlerweile war es dann total spät, mein Mann wollte noch mal raus gesehen, nochmal Essen hinstellen und schauen, ob schon was gegessen wurde oder sie evtl. da ist. 


Als er in den Garten kam, hat er erst den Platz kontrolliert, da war nichts. Er wollte erst gar keine Taschenlampe mitnehmen, weil fürs Essen hinstellen hätte das Licht aus der Wohnung gereicht. Zum Glück hatte er sie mitgenommen. 


Er leuchtet etwas rum und sah dann hinter einem Stein sie hervorgucken. Erst dachte er: "was ist das denn für ein komisches Vieh?", erkannte sie dann und sie ließ sich glücklicherweise gleich nehmen. 


Ich war mit meinem Sohn im Bett und plötzlich kam er rein und sagte: 

"schau mal, wer wieder da ist" 
Puhh, haben wir uns so gefreut. Amy hatte sie schon tierisch vermisst. 

Wir haben sie erst mal geknuddelt, was zu essen geben, inspiziert (soweit sah alles okay aus, wir gehen aber lieber trotzdem zum Tierarzt) und dann Amy dazu genommen. Die beiden Schwestern endlich wieder vereint. 


Ich wusste, sie war nicht in dem Sinne abgehauen nach draußen, also das sie sich von uns entfernt hat. Sie war wahrscheinlich neugierig und wollte danach wieder zurück, aber das ging ja dann nicht mehr. Sie war die ganze Zeit vor unserer Nase.


Nun kommen erst mal Fenstergitter ans Fenster und dann überlegen wir uns, ob noch mehr oder was anderes als Schutz besser ist. 


Manchmal muss erst was passiert. 

Es war leichtsinnig von uns, hatten immer wieder drüber nachgedacht, aber dann doch nichts ans Fenster gemacht. 
In unserer alten Wohnung waren wir auch verwöhnt. 
Da hatten wir Nachtspeicher und da sind sie ja so nicht drauf gekommen, eigentlich nur, wenn wir Kartons zum Spielen ungünstig hingestellt haben. Da mussten wir uns darüber nie wirklich Gedanken machen. 

In unserem Umkreis war das häufiger der Fall. 
Da wurde einmal vergessen, dass Fenster zu schließen und ein Frettchen schaffte es sich auf die äußere Fensterbank zu setzten (2. Stock). Oder die Katze schaffte es aufs Dach (Dachgeschoss) und spazierte ins Nachbarhaus. 

Ich versuch mir keine Vorwürfe zu machen, auch wenn ich weiß, dass es nicht richtig war. Es ist alles gut gegangen. Aber das fällt mir nicht leicht. 



Eure Franzi

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