Donnerstag, 31. Dezember 2015

Neues vom kleinen Indianer

Jetzt ist er schon 3 Jahre alt
Zugegeben, sein Geburtstag liegt schon wieder fast zwei Monate zurück. Die Zeit rennt total :)
In letzter Zeit habe ich nicht viel von dem kleinen Indianer berichtet. Zumindest bei ihm waren die ersten 2 Jahre die Zeit, wo am meisten in der Entwicklung passiert ist bzw. die größten/meisten Schritte passiert sind. So waren die letzten Monate auch weniger "Ereignisreich".
Für mich war der größte Sprung, dass er das "babyhafte" verloren hat. Bis er ca. 2,5 Jahre alt war, hatte er noch viele Züge an sich, die an ein Baby erinnern. Ab da an wurde er jeden Tag mehr ein kleiner Erwachsener. Er kann immer mehr selbstständig machen und fordert auch von sich ein, etwas machen zu dürfen oder möchte helfen. Und entwickelt seinen eigenen Kopf ;) Nachts ist er allerdings immer noch mein kleines Baby :)
Er saugt im Moment wie ein Schwamm alles auf, grade was die Sprache betrifft. Er plabbert alles nach. Meine liebsten Kreationen sind: "Pompins" (Pommes) "Pamers" (früher Pampams) (Windel), "Fernnunu" (Fernbedienung), "Einkauken/Einkaufkauf" (Einkaufen), "Bebitika" (Der Bibliothekar von "Gefragt, gejagt") und Sätze wie "Was war das?", "Da war was!", "Bie Baß" (viel Spaß), "Bie bäter" (Bis später) und er versteht immer mehr Zusammenhänge. Er hört ein Wort einmal und schon sagt er es auch. Im Moment werden Sätze immer mehr. 
Er ahmt uns zur Zeit auch viel nach in dem, was wir tun. Manchmal sind wir erstaunt, was er wahr nimmt und nachmacht. Jetzt grade fällt mir natürlich kein Beispiel ein^^ Oft sind es eher so kleine "Aha"-Momente. 
Langsam mag er Serien aus dem TV wie "Jonalu", "Bibi und Tina/Bibi Bilocksberg",  "Heidi", "Wickie", "Löwenzahn", "Sesamstraße". Jetzt kann er sich davon auch mal am Stück etwas anschauen und sich darauf konzentrieren. 
Namen kann er sich auch gut merken und erzählt ständig von irgendwelchen Personen, wo ich manchmal erst über Ecken raus finde, wen er damit meint und woher er sie kennt.
Zur Tagesmutter geht er regelmäßig und gerne. Wenn ich ihn morgens abgebe, hat er mich schon fast vergessen, aber wenn ich ihn nachmittags wieder abhole, bin ich auch sofort wieder präsent. Letztens hat er mich tatsächlich förmlich raus geschoben, nach dem Motto: "jetzt geh schon endlich!".
Einen besonderen Faible hat er für Motorräder. Wenn er draußen eins hört, ist er sofort abgelenkt und Feuer und Flamme. Allgemein mag er total gerne den Straßenverkehr zu beobachten. Würde es nach ihm gehen, könnten wir manchmal eine Stunde an einer Kreuze stehen und einfach beobachten :) 
Sein Laufrad nennt er immer Motorrad :) Genauso liebt er Autofahren. Manchmal möchte einfach nur mit uns Autofahren, dann ist er zufrieden. Er sagt dann immer, dass man schneller fahren soll und kommentiert alles mit passenden Geräuschen. 
Vor einem Monat waren wir auch bei der U7a. Er ist jetzt 98cm groß und wiegt 14,5kg. Früher konnte ich mir immer anhören, er würde zu wenig wiegen, nun wird es so hingenommen, dass er zierlicher ist. Er ist manchmal sehr schüchtern, weswegen ich es schwer finde, wenn man nur zur U-Untersuchung zum Arzt geht, ihn gut einschätzen zu können. Aber ich mache mir prinzipiell keine Sorgen, wenn etwas zum Zeitpunkt der U-Untersuchung nicht so ist, wie es sein sollte. Alles passiert, wenn es passiert
Der Schnuller ist zur Zeit sein liebster Freund. Die Flasche haben wir um den 3. Geburtstag ausgeschlichen, da bekam er sie nur noch zur Nacht und da auch eher weniger als mehr, meisten nur ein paar Schlücke. Den Schnuller versuchen wir jetzt möglichst zu reduzieren und nur zu benutzen, wenn es nicht anders geht. Aber wenn er ihn brauch, bekommt er ihn auch :)
Er hat jetzt ziemlich feste Zeiten zum schlafen, geht gegen 19.00h ins Bett, schläft dann +/- 12 Stunden, allerdings wird er oft morgens unruhig, wenn mein Mann zur Arbeit aufsteht. Mittagsschlaf macht er seit ca. einem halben Jahr nicht mehr, aber ist tagsüber schon müde, so das er den noch bräuchte. Schlafen tun wir im Familienbett, was wir auch dieses Jahr erst vergrößert haben, jeder schläft mehr oder weniger für sich, da genug Platz da ist. Es hat endlich die passende Größe, so das wir alle genug Platz haben und gut schlafen können oder eben kuscheln können, wenn wir wollen. Für uns ist das schlafen in einem Bett immer noch sehr wichtig, weil es uns so viel gibt, was tagsüber auf der Strecke bleibt (manchmal). Wenn die Kleine da ist, werden wir uns nach ihm richten, ob er weiter bei uns schlafen will oder ins Kinderzimmer in sein eigenes Bett möchte. 

Unser Familienbett:


(Das Beistell steht zwar seit der Schwangerschaft mit dem kleinen Indianer an unserem Bett, aber außer die ersten Monate haben wir es nie wirklich benutzen. Außer als Ablage :))

Zur Zeit ist er viel auf meinen Mann fixiert wenn dieser da ist, und bin ich meistens abgeschrieben. Find ich aber auch nicht so schlimm, da ich mit der Kleinen dann ja eh erst mal einen anderen Schwerpunkt haben werde und in vielen Dingen sich mein Mann mehr um ihn kümmert. 
Die Kleine nimmt er noch nicht wirklich wahr. Er hat einmal bewusst von ihr einen Tritt wahrgenommen. Ansonsten gehen wir das Thema immer wieder an, aber er begreift es noch nicht richtig. Heute morgen hat er das erste Mal selbst meinen Bauch betascht und hat auch nach dem Baby gefragt. Gestern Abend im Bett sagte er zu mir: "Vorsichtig Bauch". Ich sag ihm öfters, wenn er wir toben oder er im Bett über mich klettert, dass er mit meinem Bauch vorsichtig sein soll. 
3 Jahre ist der kleine Indianer schon alt. Unfassbar wie die Zeit vergeht. Aber bald haben wir wieder ein keines Würmchen :)

Eure Franzi

Kommentare:

  1. Scheint was dran zu sein. Jeder sagt uns, wir sollen die Zeit so gut es geht genießen, wenn unsere kleine Maus in wenigen Tagen auf die Welt kommt. Denn die Zeit wird rennen. Und ich fürchte es wird genau so sein. Kaum eine Mutter oder ein Vater schreibt über die dahinkriechende Zeit mit einem kleinen Kind.

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  2. Die Zeit mit Kindern ist kostbar. Das Leben wird sich mit Kind/er verändern, was für jedes Kind und jedes Elternpaar auf unterschiedlicher Weise der Fall sein wird. Aber es wird definitiv so sein, dass die intensiv Zeit bezogen aufs ganze Leben eines Kindes und des eigenen Lebens doch recht kurz sein wird.
    Ich wünsche euch alles gute für die Geburt eures Kindes und eine wunderbare Zeit mit vielen magischen Momenten!

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