Mittwoch, 12. Juli 2017

Willkommen in Wien

Ein kleiner Kurzurlaub
Wenn ihr meine Seiten, und vor allem Instagram, verfolgt habt, wisst ihr, dass ich vor ca. 2 Wochen für 5 Tage in Wien war für die Grundausbildung zur Kangatrainerin. 

Für mich war die Zeit sehr prägend, deswegen wollte ich euch dahin mitnehmen. 

Auf Instagram habe ich euch schon in den Storys mitgenommen. Hier folgt jetzt ein Zusammengefasster Bericht sozusagen. 

Angemeldet zur Ausbildung hatte ich mich schon im Februar. Eine große Hürde, so dachte ich, würde die Stillbeziehung zwischen meiner Tochter und mir werden. Denn so lange waren wir noch nie getrennt. Ich wollte auf keinen Fall die 5 Tage ohne meine Familie dort verbringen oder primär ohne die kleine Hummel. Ich wollte nicht, dass durch diesen Kurzurlaub unsere Stillbeziehung vorzeitig beendet werden würde. Ich wollte meinem Mann aber auch nicht zumuten, die 5 Tage dort mit beiden Kindern klar kommen zu müssen, denn ich war von 9.00Uhr-18.00Uhr in der Weiterbildung. 
Also entschieden wir uns so: 
Ich flog alleine hin, mein Mann kam mit der kleinen Hummel zwei Tage später für zwei Nächte dazu, am letzten Tag flog ich alleine nach Hause. Der kleine Indianer würde die zwei Nächte, während derer mein Mann und die kleine Hummel bei mir waren, bei meinem Schwiegereltern verbringen. 
Das Ganze war allerdings auch nicht zwingend die bequemere Lösung. Denn immerhin würde meine kleine Hummel das erste mal Fliegen, sie müsste trotzdem eine gewisse Zeit ohne Stillen auskommen, und der kleine Indianer würde das erste Mal woanders schlafen. 

Ich flog also am 22.7. von Düsseldorf nach Wien. Mein Mann brachte mich mit der kleinen Hummel zum Flughafen, damit wir noch stillen konnten. Aber natürlich war der Flughafen an sich viel zu aufregend :) Sie wusste ja nicht, dass sie die nächsten Tage erst mal nicht stillen konnte. 
Zeitlich waren wir auch viel zu früh dran. Wir hatten etwas Angst wegen dem Verkehr, der schlecht einzuschätzen war, und der Parksituation, aber natürlich hatte wir viel zu viel Zeit eingeplant. Die kleine Hummel wurden dann dort unruhig, so dass mein Mann auch nicht lange mit ihr bleiben konnte. 
Ich hatte also massig Zeit.

Ich machte es mir erst mal gemütlich und las noch etwas. Dann ging ich gemütlich zur Sicherheitskontrolle. An meinem Gate konnte ich nicht rein, mir wurde aber gesagt, ich kann auch an einem anderen Gate reingehen und dann zu meinem Gate hinlaufen. Leider musste ich zwei mal durch die Sicherheitskontrolle, da ich vergessen hatte meine Flasche zu entleeren. Dafür musste ich komplett raus aus dem Sicherheitsbereich. Gut, Zeit hatte ich trotzdem noch massig. Am Terminal angekommen musste ich noch eine gute halbe Stunde vertrödeln, also schnappte ich mir wieder mein Buch. 

Ich bin bisher erst einmal geflogen. Das ist bereits 7 Jahre her. Das hatte ich als nicht besonders schlimm in Erinnerung. Aber ich sags euch. Meine Fresse. Der Hinflug war der Horror. Und ich musste ja nochmal zurückfliegen!

Das Starten war unangenehm, in der Luft war der Flieger ebenfalls sehr unruhig. Ich dachte mir, ich hab bestimmt das Schlimmste hinter mir, die Landung wird bestimmt nicht so schlimm. Denkste. Um Jottes Willen. Ich sage nur so viel: Als wir endlich unten ankamen war ich schweißgebadet und hatte mich an die Armlehnen festgekrallt. Joa. Ich war erst mal bedient. Und versuchte von mir wegzuschieben, dass ich ja auch wieder zurück fliegen musste.

Am Flughafen ging alles super fix, schnell saß ich im Bus nach Wien. Diese Fahrt dauerte zwar 45 Min., dennoch war ich eine Stunde früher in Wien als gedacht. So hatte ich noch Zeit, bis ich ins Apartment einchecken konnte, und ging etwas essen. Zugegeben, es war nur McDonalds, aber das war das, was ich am schnellsten parat hatte.

Von der Busstation bis zum Apartment waren es ca. 5 Min Fußmarsch. Mein Apartment war klein: Küche, Bad und Wohn-/Schlafraum, aber das reichte ja auch. Generell hab ich mich dort sehr wohl gefühlt. Es war gemütlich und schön eingerichtet. Allerdings war es dort sehr warm und direkt vor den Fenster war die Hauptstraße mit einer Straßenbahn. Das hieß also nachts: Entweder Fenster zu und ich schwitze mich kaputt oder Fenster auf, aber es ist laut. Ich entschied mich für Zweiteres, und musste feststellen, als Wochenende war, war es Nachts auch wesentlich ruhiger auf der Straße. 

Am nächsten Tag (Freitag) ging es direkt los mit der Ausbildung. Ich hatte das Apartment gewählt, weil es auch zur Kangaworld ca. 5 Min. Fußweg entfernt war. 

Samstag kam dann mein Mann mit der kleinen Hummel. Die hatten natürlich Verspätung mit dem Flieger. Ganz toll. Mit einem Kleinkind. 1 1/2 Stunden später waren sie da. Da war es schon 19.00Uhr. All unsere Planung war über den Haufen geworfen. Mein Mann sollte nämlich dann noch eine Kleinigkeit einkaufen, am nächsten Tag war ja Sonntag und somit hatten die Geschäfte zu, aber zum Glück fanden wir noch etwas bzw. ein Laden, der bis 23.00h auf hatte. 

Die Zeit mit den Beiden war sehr schön und sehr harmonisch, auch wenn ich die meiste Zeit gar nicht da war.

Montag mittag ging es dann schon wieder zurück für sie. Ja, wir hatten das mit den Zeiten der Flüge nicht so gut geplant. Vorrangig hatten wir nur daran gedacht, dass zuhause zeitlich alles gut klappt, aber nicht, wie das für uns in Wien sein würde. Naja. Am nächsten Tag musste ich ja auch schon wieder nach Hause, von daher war die Trennung diesmal nicht so lang. Ich hatte zwar Montagnachmittag frei, allerdings genoss ich diese Zeit mal richtig. Aber echt so richtig. Ich kaufte mir Erdbeeren und malte erstmal etwas in meinem Malbuch für Erwachsene. Es war dort doch sehr viel Input und das musste ich auch erst mal alles verkraften und verdauen. Tja, und was habe ich danach gemacht? Das, was eine Mama machen sollten, wenn sie mal ein paar Stunden für sich völlig alleine hat und keine Tätigkeiten auf sie warten: Ich habe nach Herzenslust gegammelt. Selbst der Fernseher blieb aus und ich hab einfach nur entspannt. 

Der letzte Tag ging nur bis 13.00Uhr, danach musste ich dann direkt zum Bahnhof, um mit dem Bus zum Flughafen zu fahren. 

Aber was soll ich sagen: Der Rückflug war bei weitem nicht so schlimm, wie der Hinflug. Zum Glück. Sonst würden mich wohl keine 10 Pferde mehr in ein Flugzeug bekommen. Obwohl Fliegen definitiv nicht mein Lieblingsfortbewegungsmittel werden wird, hat es mich damit etwas versöhnt. 

Ich bin mit einem sehr guten Gefühl nach Hause gefahren. Eigentlich wollte ich gar nicht weg aus Wien. Ich hab mich richtig die Stadt und ihre Leute verliebt. Ich liebe den Dialekt, die Offenheit und Herzlichkeit und die Stadt an sich strahlt einfach etwas Beruhigendes aus. Obwohl ich mir die Stadt selbst gar nicht wirklich anschauen konnte. Fest steht: Ich muss nochmal dahin. Und dann mit mehr Zeit für die Stadt. 

Wie es so geklappt hat dem Stillen, oder eher nicht stillen, werde ich euch noch in einem Video auf Youtube zusammenfassen :)

Eure Franzi

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